Sternenhimmel Februar 2026

 
  Beobachtungstermine im Februar 2026 (bei klarem Wetter)  
Beobachtungsabende Freitags:     06.02.2026 und 13.02.2026 ab 20:00 Uhr
Sonnenbeobachtung am Sonntag, 15. Februar 2026 ab 14:00

Riesenplaneten Jupiter und Saturn sowie innere Planeten Merkur und Venus am Abendhimmel

Sternenhimmel Februar 2026 Im kurzen Wintermonat des Jahres 2026 nimmt die Zeit des lichten Tages um fast zwei Stunden zu, da die Sonne auf ihrer Jahresbahn am 18. Februar aus dem Tierkreissternbild Steinbock in das Tierkreissternbild Wassermann wechselt. Dabei ist zu beobachten, dass die Verlängerung abends stärker bemerkbar ist. Das Phänomen ist als Zeitgleichung bekannt. Unsere Sonne selbst zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität im zurzeit laufenden, etwa elf Jahre umfassenden 25.  Sonnenfleckenzyklus. Das zeigt sich beispielsweise in hohen Sonnenfleckenzahlen, vermehrten Protuberanzen und Filamenten sowie energiereichen Flare-Erscheinungen. Eindrucksvoller Beweis dafür waren die sogar bei uns in Mitteleuropa sichtbaren auffälligen, in Farben und Formen vielfältigen Polarlichter am späten Abendhimmel des 19. Januar.

Zum Neumond am 17. Februar findet eine leider nur in der antarktischen Region sichtbare ringförmige Sonnenfinsternis statt. Zum gleichen Zeitpunkt beginnt nach dem chinesischen Mondkalender das neue Jahr des Pferdes.

Gleich zu Monatsbeginn strahlt der Februarvollmond in den noch langen Nächten. Einen Tag nach Neumond lässt sich bei besten Sichtbarkeitsbedingungen um 18.30 Uhr dicht über dem Südwesthorizont eine extrem schmale zunehmende Mondsichel erspähen. Sie steht zwischen der nach einigen Monaten in Sonnennähe jetzt wieder am Abendhimmel auftauchenden Venus und dem selten sichtbaren sonnennahen Planeten Merkur. Am nächsten Abend findet man den Mond dann nahe beim Ringplaneten Saturn. Schließlich wandert am Abend des 26. Februar der zunehmende Mond nördlich von Jupiter.

Mond und Planeten Februar 2026 Unser äußerer roter Nachbarplanet Mars bleibt im Monatsverlauf unsichtbar, da er sich nach seiner oberen Konjunktion in Bereichen hinter der Sonne aufhält. Dagegen kann der innerste, daher immer sonnennahe Planet Merkur, ab der zweiten Februarwoche bis zum 25. Februar in der Dämmerung am Abendhimmel erspähen. Dabei nimmt die Sichtbarkeitsdauer zunächst zu, dann ebenso wie die Helligkeit ab. Im Teleskop nimmt der beleuchtete Anteil bei Vergrößerung der Planetenscheibe ab. Unser innerer Nachbarplanet Venus taucht zusätzlich ab der Monatsmitte in der Abenddämmerung als noch recht unauffälliges Objekt auf. Mit Saturn und Mond kann man ein Quartett interessanter Himmelsobjekte am 18. Februar bewundern.

Jupiter ist das strahlende Objekt, das schon ab der Abenddämmerung im Nordosten über dem Horizont sichtbar ist und dann bis vor der Morgendämmerung beobachtet werden kann. Er steht in diesem Monat immer noch in bester Beobachtungsposition. In guten Ferngläsern und kleinen Teleskopen sind in seiner Atmosphäre helle Zonen und dunkle Bänder auszumachen. In größeren Beobachtungsgeräten lassen sich Wirbelstrukturen, größer als die Erde, erkennen. Innerhalb von einer Stunde können Bewegungen dieser Details erfasst werden, die auf eine sehr hohe Rotationsgeschwindigkeit des Riesenplaneten schließen lassen. Auch schon in Ferngläsern lassen sich seine vier großen Monde und deren Umläufe um Jupiter verfolgen, wobei es zu Durchgängen der Mondscheiben und ihrer -schatten vor und zu Bedeckungen bzw. Verfinsterungen hinter der Planetenscheibe kommen kann.

Saturn mit seinem immer noch sehr schmalen Ringsystem ist im Westen in der Dämmerung neben Merkur und Venus ein weiteres Beobachtungsobjekt und wird wohl ab Monatsende nicht mehr sichtbar sein. Der ferne Gasplanet Uranus kann unter besten Sichtbarkeitsbedingungen mit bloßem Auge im Sternbild Stier unterhalb des „Siebengestirns“ erspäht werden.

Der Sternhimmel zeigt nach dem Einsetzen der Dunkelheit in guter Beobachtungsposition das auffällige Sternenband der Wintermilchstraße. Am Westhimmel sind noch mit dem „Herbstviereck“ aus Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda typische Herbststernbilder, unter denen man den Ringplaneten Saturn auffinden kann. Auf den Andromedanebel M 31 mit den beiden leicht auffindbaren Begleitgalaxien sei hier nur der Vollständigkeit halber hingewiesen. Der Südhimmel wird durch die Wintersternbilder mit ihren zahlreichen hellen Sternen, deren Farben mit bloßem Auge erkennbar sind und damit auch ihre Oberflächentemperaturen zugeordnet werden können (orangerot: 3000 – 4000°C; gelb: 5000 – 7000°C und blau/weiß bei höheren Temperaturen). Im bekannten Sternbild Orion lässt sich in Teleskopen der Orionnebel bewundern, eine 1400 Lichtjahre entfernte

Sternentstehungsregion mit Hunderten von erst kürzlich (astronomisch betrachtet!) entstandenen Sternen und den chaotisch erscheinenden Strukturen der übriggebliebenen Molekülwolke, aus der in Zukunft noch Hunderte weiterer Sterne entstehen werden. Am Osthimmel sind erste Frühlingssternbilder wie der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus zu bestaunen, dazu ist horizontnah der orangefarbene Arktur im Sternbild Bootes sehr auffällig.