Dezember 2025

 
  Beobachtungstermine im Dezember 2025 (bei klarem Wetter)  
Beobachtungsabende 12.12.2025 ab 20:00 Uhr
Sonnenbeobachtung keine Sonnenbeobachtung im Dezember 2025  

Sternenhimmel Dezember 2025

Gasplaneten und Sternschnuppen bewundern

Sternenhimmel im Dezember 2025 Im letzten Monat des Jahres verändert sich die Zeit des lichten Tages kaum, da die Sonne die südlichsten Bereiche ihrer Jahresbahn in den Sternbildern Schlangenträger und Schütze ab dem 18. Dezember durchläuft. Sie erreicht dabei am 21.12. um 16.03 Uhr den tiefsten Punkt und damit die Wintersonnenwende im westlichen Teil des Tierkreissternbilds Schütze. Der Anblick des Sternenhimmels zwischen Eintritt der Dunkelheit und Beginn der Morgendämmerung ermöglicht es, die meisten der bei uns sichtbaren Sternbilder zu bestaunen. Die Sonne selbst zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität im zurzeit laufenden, etwa elf Jahre umfassenden 25. Sonnenfleckenzyklus, was sich in hohen Sonnenfleckenzahlen, dunklen Filamenten vor der Sonnenscheibe, hellen Flares und Protuberanzen im roten Licht der H-alpha-Linie des Elements Wasserstoff am Rand ihrer Oberfläche zeigt. Selbst Polarlichter können bei uns beobachtet werden, wie es im letzten Monat über Bayern möglich wurde.

Wegen der noch immer extremen Lage der Mondbahn steht der Vollmond in der Nacht vom 4. zum 5. Dezember so hoch am Nachthimmel wie erst wieder in etwa 18 Jahren. Am frühen Morgen des 4. Dezember wandert der fast volle Mond ab 4 Uhr über den Sternhaufen der Plejaden hinweg und bedeckt dabei nacheinander mehrere seiner Sterne, am Abendhimmel des 7. Dezember findet man den dann schon abnehmenden Mond zwischen dem Riesenplaneten Jupiter und den beiden hellen Sternen Castor und Pollux im Tierkreissternbild Zwillinge über dem Nordosthorizont und am Morgenhimmel des 10. Dezember bedeckt der abnehmende Halbmond noch den Hauptstern Regulus im Tierkreissternbild Löwe von 8.30 bis 9.40 Uhr. Letztmals ist die schmale abnehmende Mondsichel am Morgenhimmel des 17. Dezember über dem Südosthorizont zu sehen. Die erste Abendsichtbarkeit der schmalen zunehmenden Mondsichel ist dann am 22. Dezember über dem Südwesthorizont möglich. Schließlich steht der zunehmende Halbmond am Abend des 2. Weihnachtstages nördlich beim Ringplaneten Saturn.

Mond und Planeten im Dezember 2025 Venus und Mars bleiben im Monatsverlauf unsichtbar. Dagegen zeigt sich der meist zu sonnennahe Planet Merkur  in den ersten drei Wochen im Dezember zum vierten Mal in diesem Jahr über längere Zeit, diesmal am Morgenhimmel. Die Sichtbarkeitsdauer steigt zunächst bis zum 7. Dezember auf etwa eine Stunde an, bis die Morgendämmerung ihn überstrahlt. Helligkeit und beleuchtete Phase der Planetenscheibe nehmen zu. Ab etwa 20 Uhr ist dagegen der Riesenplanet Jupiter das auffälligste Objekt, das im Nordosten über dem Horizont auftaucht und dann bis zur Morgendämmerung beobachtet werden kann. In guten Ferngläsern und kleinen Teleskopen sind in seiner Atmosphäre helle Zonen und dunkle Bänder auszumachen. In größeren Beobachtungsgeräten lassen sich Wirbelstrukturen, größer als die Erde, erkennen. Innerhalb von einer Stunde können Bewegungen dieser Details erfasst werden, die auf eine sehr hohe Rotationsgeschwindigkeit des Riesenplaneten schließen lassen. Auch schon in Ferngläsern lassen sich seine vier großen Monde und deren Umläufe um Jupiter verfolgen, wobei es zu Durchgängen der Mondscheiben und ihrer -schatten vor und zu Bedeckungen bzw. Verfinsterungen hinter der Planetenscheibe kommen kann. Saturn mit seinem sehr schmalen Ringsystem ist unmittelbar nach dem Einsetzen der Dunkelheit das herausragende Beobachtungsobjekt. Dabei sind zurzeit die helleren Monde wie Titan auch in Saturnnähe gut sichtbar. Dabei lassen sich noch je zwei Bedeckungen und Durchgänge des größten Saturnmonds vor der Planetenscheibe beobachten. Ebenfalls noch nahe des Saturn lässt sich mit Neptun der letzte der Planeten unterhalb des Frühlingspunktes mit Teleskopen als winziges bläuliches Scheibchen aufspüren. Weiterhin soll auf den leichter auffindbaren kleineren Gasplaneten Uranus hingewiesen werden, der unter besten Sichtbarkeitsbedingungen mit bloßem Auge im Sternbild Stier unterhalb des offenen Sternhaufens der Plejaden erspäht werden kann.

Geminiden In diesem Monat können bei klarem Himmel „Sternschnuppen“ aus zwei Meteorströmen beobachtet werden. Zum einen sind dies mit einem Maximum in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember die Geminiden, die zum stärksten Strom des Jahres gehören und praktisch ab  20 Uhr aus dem Sternbild Zwillinge während der ganzen Nacht verfolgt werden können. Die Zusatzgrafik zeigt den Ausgangspunkt, den sogenannten Radianten der aufleuchtenden, mittel schnellen Zerfallsprodukte des Asteroiden (3200) Phaethon, der neuerdings als ein ausgegaster Komet betrachtet wird.  Zum anderen sind es die Ursiden mit einem Maximum am Morgenhimmel des 22. Dezember, die scheinbar aus einem Bereich um den Polarstern herum aufleuchten.

Das auffällige Sternenband der Milchstraße zieht sich vom Nordwest- über den Zenit bis zum Südosthorizont. Der Südwesthimmel zeigt mit dem „Herbstviereck“ aus Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda, unter dem der Ringplanet Saturn und auch der sehr viel lichtschwächere Neptun zu finden ist, die typischen Herbststernbilder. Dagegen tauchen vom Dunkelwerden bis um Mitternacht am Osthimmel die Wintersternbilder mit ihren Vielzahl an farbigen hellen Sternen und dem strahlenden Riesenplaneten Jupiter. Zusätzlich zeigen die Karten des Sternenhimmels die Positionen der Andomedagalaxie, den Orionnebel, die Sternhaufen h und chi im Perseus sowie die Plejaden  unter denen der Planet Uranus aufgefunden werden kann.